Acht Stunden für 180 Kilometer
Das ist mir selbst passiert. Ich versuche mich kurz zufassen:
Meine Mitfahrgelegenheit kommt 15 Minuten zu spät trotz der Ankündigung früher am Treffpunkt zu sein. Endlich kommt der Smart, drinnen sitzt eine junge aufgebrachte Frau, die mir sofort jeglichen Kommentar zur Situation verbietet. Nun gut dachte ich, hauptsache wir fahren jetzt los. Denkste, der Smart springt nicht mehr an. Ich schau auf die leere Tankanzeige, doch bevor ich entwas sagen konnte wurde ich wieder an die Abmachung des Schweigens erinnert. Der Wagen sei angeblich neu, und die Motorwarnleuchte blinkt schon wieder. Sie heult und ruft Ihren Freund an, danach den Smart-Service danach den Mercendes-Service danach den ADAC. Nach eineinhalb Stunden kommt der ADAC, es ist nun 22 Uhr. Der ADAC vermutet Tank leer, ich nicke zustimmend. Auf beharren der jungen Frau, schließt der ADAC troztdem sein Diagnose-Gerät an. Es meldet, irgendeine Fehler Nummer. Der ADAC-Mensch vermutet die Ursache trotzdem im leeren Tank. Statt zu tanken fahren wird aber wie vom ADAC-Mensch empfohlen zur NUR einen Kilometer entfernten Mercedes-Smart-Service-Center. Warum war diese Optionen nicht in den vorangegangenen Telefonaten zu ermitteln. Nach fünf Minuten Fahrt und einigen Angsteinflößenden Wutausbrüchen der jungen Frau. Kamen wir am 24-Stunden-Service-Center an. 24-Stunden-Service gabs aber nur für Mercedes-Wagen. Die Lady kocht und bin nach einem blick auf die Uhr, die mittlerweile nach Null Uhr anzeigt. Auch leicht im Stimmungstief angelangt. Der Smart-Service versprach einen Mietwagen, falls der ADAC den Fehler nicht beheben könne. also rief Hysteria wieder bei Smart an um den Mietwagen zu fordern. Nach etwas hin und her mit dem gelangweilten Pförtner konnten wir im gut ausgestatteten (Cola, Fanta, Kaffee, TV, Zeitung etc.) Warteraum vom Mercedes-Service-Center auf den Mietwagen warten.
Es dauerte eine Stunde. wir konnten aber nicht gleich losfahren, erst mussten wir mit dem Studentenjobber wieder in Stadt zur Sixtzentrale fahren um dort den Wagen entgegenzunehmen. Ich bin wieder da wo mein Reise begann, am HBF. Es dauert nochmal über eine Stunde bis der Papierkram erledigt war und wir endlich mit einer A-klasse weiterfahren könnten, irgendwann mitten in der Nacht war ich endlich zu Hause. Krass, was alles an einem Tag schief gehen kann. Naja bin kein nachtragender Mensch und kann die Sache mit Humor nehmen. Das ganze war ja schließlich nicht unbedingt ihre Schuld.
Ich muss aber sagen, dass ich sonst immer (und das schon sehr oft) sehr zuverlässig mit netten (Mit-)Fahreren und zuverlässigen Autos ans Ziel gekommen bin. Zurück bin ich dann z.B. mit einem Geschäftsmann im 5er BWM in der gewohnten Zeit von eineinhalb Stunden gefahren. Vielleicht war das auch ganz gut, dass die junge Frau in dieser nervenaufreibenden Situation nicht allein war.
Also teilt weiter eure Kapazitäten und nutzt Mitfahrgelegenheiten. Ihr spart Geld und habt danach was zu erzählen ![]()

















Ach Gott du Armer… Das passiert dir aber auch nur einmal, sei froh, dass es bei dir schon passiert ist
Ja solange du keinen Zeitdruck hattest, war es doch echt lustig :-). Also ich hab selbst soetwas noch nicht mit gemacht, jedoch hört man ja unterwegs ehr solche geschichten die passiert sein sollen :-).